08: Innovation

Erscheinungsdatum: 
08.12.2014
Überschriften: 

Strategie und Innovation
Ideen: Woher?
Design Thinking
Innovation Challenge
Führungskultur
Intellectual Property (IP)

Für diese Ausgabe haben wir uns für das Thema "Innovation" entschieden, weil viele Unternehmen sich gerade wieder in einer Phase der Umsatz-Stagnation befinden und daher das Interesse am Thema gerade jetzt groß sein sollte.
Das Wort"Innovation" hört man gerade dann, wenn Wachstum im Unternehmen wichtig ist, recht häufig auf den Führungsetagen. Doch Innovation ist in den meisten Unternehmen eine "Eintagsfliege"; das Thema wird zur Chefsache erklärt und nach bereits recht kurzer Zeit geht es wieder im Tagesgeschäft unter. Woran liegt das?
Geht es um werbewirksame Auftritte, so geizen Unternehmensvertreter nicht mit den Superlativen: Innovation ist immer dabei. Doch in den seltensten Fällen beschreibt das die wirkliche Situation. Selbstkritische Manager erkennen schnell die Diskrepanz zwischen "Schein und Sein". So werden z.B. Softwareentwickler dem Bereich Innovation zugeordnet, obwohl sicher nur ein kleiner Teil der Entwickler an echten Innovationen arbeitet. Auch die Mitarbeiter einer F&E-Abteilung werden so von dem Begriff "Innovation" einverleibt. Doch welcher Teil gehört denn nun zur Innovation? Und vor allen Dingen: Wie kann man die Innovationskraft wirklich steigern?
Eine gute Idee, die erfolgreiche Umsetzung der Idee und genügend Kunden (auch interne), die dafür Geld ausgeben wollen, das sind die Zutaten zu einer Innovation. Es lässt sich leicht nachvollziehen, dass man diese Zutaten nicht per Dekret zum Erfolg führen kann. Innovation ist ganz wesentlich eine Einstellungssache und ist daher in der Unternehmenskultur verankert. Diese Kultur lässt sich aber nur langfristig verändern, auch hier nützen Wunschvorstellungen bestenfalls als Ausgangspunkt. Für einzelne Bestandteile eines erfolgreichen Innovationsmanagements braucht es einen organisatorischen Rahmen. Welche Organisation ist sinnvoll? Wie wirken diese Teile zusammen? Wie verändert man die Unternehmenskultur so, dass Innovationen gefördert werden?
Diesen und ähnlichen Fragen wollen wir in dieser Ausgabe der "Management Inspirationen" nachgehen. Für viele Manager ist dieses Thema bereits "verbrannt", weil es bereits viele Anläufe gab, die aber alle im Sande verlaufen sind. Ein häufiger Grund zum Scheitern ist auch das nach wie vor falsche Grundverständnis: In der letzten Ausgabe haben wir mit dem Artikel "Generäle schießen nicht" im Zusammenhang mit Vertriebsverantwortung bereits darauf hingewiesen, dass Manager nicht jeden Prozess auch selbst ausführen sollten: Manager selbst sind nicht die einzig gute Quelle für Innovationen. Wir möchten mit dieser Ausgabe dazu anregen, ein wenig kritischer und differenzierter über die Ausrichtung der eigenen Arbeit nachzudenken.