06: Führung

Erscheinungsdatum: 
20.08.2014
Überschriften: 

Missverständnisse
Führungseigenschaften
Führen oder managen?
Führung aktiv gestalten
Führungskultur

Für diese Ausgabe haben wir das Thema „Führung“ gewählt, weil sich gerade in diesen besonders herausfordernden Zeiten immer wieder die Frage neu stellt, wie ein Wandel im Unternehmen „geführt“ werden kann. Von der „Lehmschicht“ in Führungsstrukturen ist häufig die Rede, oft wird auch eine adäquate „Führungskultur“ angemahnt – man denke nur an die Skandale im Bankensektor. So scheint es denn auch einfach zu sein, Schwachstellen in der „Führung“ zu identifizieren, doch was genau kann man dagegen tun?
Gute Führungskräfte glauben wir, meist schnell erkennen zu können. Schließlich treten diese selbstbewusst auf, wissen immer sofort, was zu tun ist, und geben überhaupt mehr Antworten, als dass sie Fragen aufwerfen. Sie lösen Probleme und schaffen keine. So oder so ähnlich sieht eine ganz normale und menschlich erklärbare Einstellung zu einer Führungskraft aus. Auch Headhunter suchen weniger nach sensiblen und nachdenklichen Typen, es sind schlagfertige Antworten gefragt, die suggerieren, dass da jemand „weiß, wo es lang geht“. Doch so einfach ist es nicht. Personalberater suchen nach Kundenkriterien und werden sich der Meinung von Kunden kaum widersetzen. Zudem reduziert sich die Sicht auf "Führung" in vielen Unternehmen auf ein wenig Personal- oder Führungskräfteentwicklung. Das ist sehr schade, denn mit einer aktiven Bearbeitung der Führungskultur im Unternehmen und einer differenzierten, aber klaren Sicht darauf, was „gute Führung“ ausmacht, lässt sich viel erreichen. Gerade in Umbruchsituationen, in denen die Mitwirkung der Belegschaft besonders gefragt ist, ist gute Führung eines der mächtigsten Instrumente. Aber auch in Phasen der stabilen Unternehmensentwicklung darf „Führung“ nicht unterschätzt werden. Durch gutes Leadership wird die Belegschaft motiviert, die bestmögliche Leistung zu erbringen. Gute Führung kann mehr erreichen als jedwede Incentivierung. Die Verfechter der Bonus-Vergütung liegen nicht ganz falsch, der Effekt ist jedoch zeitlich sehr begrenzt und damit nicht nachhaltig.
Missverständnisse zum Thema, Grundlagenwissen und einige Hinweise zur aktiven Gestaltung der eigenen Führung sind Gegenstand dieser Ausgabe der „Management Inspirationen“.